BARF – Oder was ist natürliches Hundefutter?

B.A.R.F. oder Barfen kommt aus dem Englischen, wird dort unter anderem mit Bones and Raw Food erklärt und im Deutschen oft mit Biologisch Artgerechtes Rohes Futter aufgelöst. Das Barf-Konzept begann sich in den 90er Jahren stärker zu entwickeln und vertritt den Ansatz, dass das beste Futter für ein Haustier jenes ist, was es ursprünglich gefressen hat. Für den Hund ist demnach artgerecht, was er als Fleischfresser in freier Wildbahn zu sich genommen hat: Gejagte und erlegte Beute, die er roh und in größeren Teilen fraß.

Natürliches Hundefutter für einen Hund ist demnach nach dem Barf-Ansatz auch heutzutage frisches und rohes Futter, unverarbeitet und ohne Konservierungsstoffe. Es unterscheidet sich damit stark von normalem Hunde-Fertigfutter, was oft in der Masse aus Getreide besteht und viele andere Zusätze und Stoffe enthält, die ein Hund in freier Wildbahn kaum selber erlegen würde.

Zurück zum Ursprung heißt hier also auch, sich mit den Ernährungsbedürfnissen des eigenen Haustieres zu beschäftigen, vor allem wenn Trockenfutter oder andere Fertignahrung Beschwerden beim Vierbeiner verursachen. Natürliches Hundefutter ist nicht gleich bedeutend mit kompliziert oder außergewöhnlich teuer. Es gibt einige Grundregeln, die Barfen relativ simpel erklären: Die Hauptzutaten sind rohes Fleisch und rohe Knochen. Auch Knorpel zählt dazu. Für die genaue Futtermenge brauchen Sie nur das Gewicht des Hundes. Eine tägliche Barf-Mahlzeit sollte in etwa so groß sein, wie zwei bis fünf Prozent des Körpergewichts Ihres Lieblings.

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Sie müssen nur einmal am Tag füttern. Die Menge kann im Vergleich zu herkömmlichen Futter klein erscheinen, sie ist aber viel gehaltvoller und Ihr Hund kann davon in der Regel viel mehr verwerten. Er wird also auch nicht so viel davon ausscheiden. Auch das werden Sie nach einer Umstellung auf Barf feststellen. Die passenden Zutaten finden Sie beim Schlachter, Bauern Ihrer Wahl oder wenn der zu weit weg ist, auch in ihrem Tiefkühlregal. Probieren Sie aus, was Ihrem Hund gut tut und was er besonders mag. Als Fleischsorten kommen Rind, Geflügel, Schaf, Pferd, Kaninchen aber auch Ren oder Elch in Frage.

Bei den Knochen ist es wichtig, diese immer roh zu füttern! Gekochte Knochen können in kleine Teile zersplittern und Ihrem Hund Schaden zufügen. Am Anfang kann Ihr Hund Knochenteile wieder erbrechen. Keine Sorge, der Hundemagen muss sich erstmal an das Material gewöhnen. Wahrscheinlich hat er dieses vorher noch nicht so oft in seinem Hundeleben gefressen. Sie werden merken, wie schnell sich Ihr Vierbeiner daran gewöhnt. Auch Innereien, Gemüse und etwas Obst sollten auf dem Speiseplan stehen.